Rollstuhlbasketball

Wer im Rollstuhl sitzt, sollte sich sportlich betätigen, um aktiv und beweglich zu bleiben. Das kann jeder Rollstuhlfahrer. Er muss dabei nicht für die Paralympics trainieren, denn es werden viele Sportarten für Rollstuhlfahrer angeboten. Rollstuhlfahrer haben sich zu Sportgemeinschaften zusammengeschlossen. Ballspiele sind wie geschaffen für Rollstuhlfahrer. Besonders beliebt ist Rollstuhlbasketball. In der Nähe des Wohnortes ist ganz sicher eine Sportgemeinschaft von Rollstuhlfahrern ansässig, die auf Basketball spezialisiert ist. Rollstuhlbasketball hält fit und fördert die Gemeinschaft, man ist unter Gleichgesinnten und unter Menschen, mit denen man das gleiche Schicksal teilt.

Für den Rollstuhlbasketball gelten die gleichen Regeln wie für den klassischen Basketball. Allerdings sind die Regeln an die Anforderungen für die Benutzung des Rollstuhls angepasst. Beim Rollstuhlbasketball spielen zwei Teams gegeneinander, die jeweils aus fünf Spielern bestehen. Weiterhin hat jedes Team sieben Ersatzspieler. Es wird 4 x 10 Minuten gespielt. Nach jedem Viertel wird eine kurze Pause eingelegt. Ist das Spiel am Ende unentschieden, erfolgt eine Verlängerung von fünf Minuten. Das Spiel wird so lange um weitere fünf Minuten verlängert, bis es entschieden ist. Wird der Ball in den Korb geworfen, ist dies ein Punkt für das Team des Spielers, der den Korb getroffen hat.

Am Rollstuhlbasketball können Spieler mit unterschiedlicher Behinderung teilnehmen. Entsprechend der Behinderung erfolgt eine Klassifizierung. Es dürfen auch Menschen ohne Behinderung mitspielen. Die Klassifizierung verläuft von 1,0 für die Menschen mit der schwersten Behinderung bis 4,5 für die nichtbehinderten Spieler. Männer und Frauen können gemischt in einem Team spielen. Bei Meisterschaften und bei den Paralympics spielen jedoch Männer und Frauen getrennt. Ebenso wie beim Fußball treten beim Rollstuhlbasketball die besten deutschen Mannschaften in der Bundesliga gegeneinander an. In einem bundesweiten Schulprojekt wird Rollstuhlbasketball in den Schulen bekannt gemacht, um Verständnis für behinderte Menschen zu wecken und das Zusammenleben von behinderten und nichtbehinderten Menschen zu fördern.

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